Dissertation eingereicht

In allen Städten begegnen uns Werke, die dort unkontrolliert und unentgeltlich angebracht wurden. Künstlerinnen und Künstler gestalten das Stadtbild aus eigenem Antrieb und überraschen mit ihren Bildern, Texten und Aktionen nichts ahnende Passanten. Von einigen berühmten Ausnahmen abgesehen, sind die meisten Urheber nicht zu identifizieren und auch ihre Werke verschwinden oft ebenso plötzlich, wie sie aufgetaucht sind. Was ist da passiert und geschieht täglich um uns von Neuem?

Diese Frage ist Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit; ihr Kernstück ist ein öffentliches Forschungsprojekt, das 2010 gemeinsam mit einer Ausstellung und einer Veranstaltungsreihe in Zürich stattgefunden hat.  Die Dissertation ist in zwei Teile gegliedert: I. Das Phänomen Urban Art befasst sich mit Urban Art im Allgemeinen, II. Ein Quadratkilometer Kunst konzentriert sich auf eine spezifische Untersuchung des Langstrassenquartiers in Zürich.

Siehe auch:
urbanartsurveillance.net
Fotos zu UAS auf flickr

WEISSES BLATT / HOJA BLANCA

15. März 2011 – VERNISSAGE


Die Ausstellung WEISSES BLATT / HOJA BLANCA wird am Weinplatz 7 in 8001 Zürich eröffnet:

26 Künstler/innen aus Guatemala und der Schweiz präsentieren anonym neueste Werke aus einem weissen Blatt Papier.

A-1 53167, Fabian Bertschinger, Dagmar Bühler, Florian Bühler, Edgar Calel, Pedro Chavajay, Stefan Ege, Thierry Furger, Johannes Gees, Yasmín Hage, huber.huber, Rémi Jaccard, Esther Kempf, Maya Lemus, Jorge de León, Andrea Marmol, !Mediengruppe Bitnik, Prisca Rauch, Alberto Rodriguez Collía, Mario Santizo, Sebastian Schaub, Marco Spitzbarth, Ángel Poyón, Fernando Poyón, TIKA, Navid Tschopp

Weisses Blatt / Hoja Blanca untersucht aktuelle künstlerische Tendenzen an zwei kontrastierenden Orten: Zürich und Guatemala (City). Wie arbeiten zeitgenössische KünstlerInnen an einem bestimmten Ort, wie drücken sie sich aus, und was interessiert sie? Wird eine Differenz in der Kunst sichtbar oder nicht?

Um ein minimales Mass an Vergleichbarkeit zwischen den Werken zu schaffen, haben alle KünstlerInnen unter einer Vorgabe neue Werke produziert: Die Kuratoren Stefan Ege & Rémi Jaccard stellten den Teilnehmenden ein weisses Blatt Papier zur Verfügung (28 x 28 cm, 90 g/m2); dieses musste in irgendeiner Form in ihrem Werk verarbeitet werden. Das weisse Blatt Papier ist zugleich ein universaler Rohstoff und Symbol für eine kreative Leerstelle. Es ist ebenso eine Fläche für Ideen wie es diverse Möglichkeiten zur Transformation in sich birgt. Weitere Informationen unter: weissesblatt.com

Zürich
15. – 29. März 2011, Öffnungszeiten: Di – Fr 12.30-19h, Sa 13-17h

Guatemala
Antigua, 29. April – 6. Mai 2011
Guatemala City, 18. Mai – 10. Juni 2011
Quetzaltenango, 11. Juni – 26. Juni 2011

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Der Ästhetische Imperativ, 2010
ca. 15x10x5cm