URBAN INTERVENTIONS – Künstlergespräch mit Navid Tschopp /// 24.04.2013 Binz39

resistance
Navid Tschopp, RESISTANCE/RENAISSANCE, Zürich 2012

Anlässlich seiner Ausstellung Rissprotokoll gibt Navid Tschopp Auskunft über seine Arbeiten im öffentlichen Raum…

Urban Interventions
Künstlergespräch mit Irene Grillo & Rémi Jaccard
Mittwoch, 24.4.2013 -18h-

Navid Tschopp, Rissprotokoll
12.04. – 11.05.2013

Binz39
Sihlquai 133, 8005 Zürich
www.binz39.ch

christmas2008
Navid Tschopp, Weihnachtsaktion zur Finanzkrise (Detail), Zürich 2008 [Foto: NT]
Arbeit für das Corporate Social Responsibility Department von Schmuck Inc.

reART:theURBAN /////////////////// Zürich 25. – 27. Oktober 2012

Rémi Jaccard
What is urban art?
Surveillance & Diagnoses – A guided tour to the local graffiti and street art scene. 

Walking is the best way to explore a city and to experience how art affects public space. Zurich‘s city center mostly lacks the spectacular large-scale works and iconic figures for which urban art is best known but still offers a broad range of graffiti and street art. So, starting from the conference center, I propose a tour through Kreise 4 and 5 with a focus on different forms of uncommissioned art. Their general characteristics, the distinction of three categories and as well as Zurich‘s official policies will be discussed along the way. In addition it allows to have a look at reART‘s surroundings and to become familiar with some of Zurich‘s most prolific urban artists.
An important issue of art in public spaces is how to achieve visibility and how to provoke reactions in an environment not primarily designated for contemplation. Besides, there is an increasing interest by the media, the art world and advertising agencies who offer different possibilities to make a living from being (or rather having been) an outlaw. Together with the artists vision, these factors influence the aesthetics of urban art and their political ramifications alike. The actions of urban artists include some sort of empowerment but at the same time imply a transgression.

Donnerstag, 25.10.2012 -14h-
Samstag, 27.10.2012 -11.30h-

rearttheurban.org

URBAN ART SURVEILLANCE: Dissertation online

Inhaltsverzeichnis

Volltext

Urban Art Surveillance beschreibt Charakteristiken und Besonderheiten des aktuellen Phänomens Urban Art. Der zweite Teil der Dissertation, Ein Quadratkilometer Kunst, dokumentiert die Situation rund um die Langstrasse in Zürich im Herbst 2010. Diese Erfassung geschah im Rahmen eines öffentlichen Projekts, das als Surveillance auch Aspekte wie Kuration von und wissenschaftlichen Umgang mit dieser vergleichsweise neuen Kunstströmung spezifisch einbezieht.

Ähnlich wie bei Kunst im öffentlichen Raum unterscheiden sich die Rezeptionsbedingungen im Stadtgebiet von jenen intra muros; da Urban Art jedoch ohne Auftrag und meist ohne Bewilligung entsteht, bestehen für Produktion und Distribution zusätzliche Herausforderungen. Die Stichworte dazu lauten: Anonymität, Ephemerität, Aneignung und Geschwindigkeit. Trotz gegenseitiger Vorbehalte integriert sich Urban Art zusehends in das Betriebssystem Kunst und pflegt zugleich weiterhin die Nähe zu politischem Aktivismus und Werbung.
Im Anschluss an die theoretischen Ausführungen wird der Prozess der Erfassung und Vermittlung aller Urban Art innerhalb eines zeitlich und räumlich definierten Gebiets dargestellt. Alle dort befindliche Urban Art wurde gezählt, kategorisiert und auf über 2000 Fotografien festgehalten.

urbanartsurveillance.net/

Fotoarchiv von UAS

Rémi Jaccard
Urban Art Surveillance – Ein Quadratkilometer Kunst
Zürich 2012, 335 Seiten, illustriert
Dissertation Universität Zürich, Referent: Prof. Dr. Wolfgang Kersten ; Koreferentin: Prof. Dr. Bettina Gockel

UAS – Buchpräsentation ////////////////// 21. Juni -20h-


Knapp fünf Jahre nach dem ersten Konzept wartet meine Arbeit nun zwischen ZB und Uni auf die letzten Unterschriften – demnächst wird der gesamte Text also frei im Internet verfügbar sein.
Inhaltsverzeichnis
Bereits am kommenden Donnerstag werde ich exklusiv die limitierte, schwarz-weisse Druckfassung präsentieren. Anderthalb Jahre nach Ende der Veranstaltungen kehrt Urban Art Surveillance also nochmals ins Corner College zurück.
urbanartsurveillance.net/

Nach einigen kurzen Aperçus aus meiner Forschung freue ich mich vor allem, mit Euch auf den Abschluss anzustossen!

Corner College // Art and the City
Kochstrasse 1, 8004 Zürich

Donnerstag, 21. Juni 2012, 20h

Urban Art Surveillance – Ein Quadratkilometer Kunst
Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich

12 nummerierte und signierte Exemplare, inkl. DVD aller Fotografien

SURPRISE Strassenmagazin

Jede Stadt hat die Strassenkunst, die sie verdient. In Zürich dominieren hingeschmierte Tags und hastig aufgeklebte Stickers, weil sich der Aufwand für grössere Werke nicht lohnt: Dass die Limmatstadt eigens eine Graffitiverantwortliche hat, ist in der Schweiz einzigartig, und entsprechend fleissig werden die Wände geputzt. Urban Art ist eine Kunstform, die rechtlich als Sachbeschädigung gilt, die dem Betrachter aber eine Parallelwelt mitten in der Stadt eröffnet…

Urban Art: Künstlerische Sachbeschädigung
von Diana Frei

„[…] Urban Art verändert nicht nur eine Stadt, sondern auch den eigenen Blick.
Eine Art Parallelwelt tut sich dem auf, der einmal hingeschaut hat. Kunsthistoriker
Jaccard hat so lange hingeschaut, dass für ihn unterdessen fast alles zur Kunst
werden kann, auch eine zufällig aufgestapelte Figur oder eine Alltagsgeste. «Das
finde ich an sich nichts Schlimmes – auch wenn man das natürlich schrecklich finden
kann, wenn der Kunstbegriff sich langsam auflöst», sagt er nüchtern.“

VOINA in Zürich

Voina (zu deutsch: Krieg) werden im Cabaret Voltaire erwartet, um der globalen Revolution zur Zerschlagung des Kapitalismus etwas Anschubhilfe zu geben. Das russische Kollektiv sorgt seit Jahren für internationale Schlagzeilen mit Orgien und Anschlägen, die jeweils Teil ihrer Kampagne gegen Korruption, Zensur und Regierung sind. Diese Aktionen bezeichnen sie als „ehrliche, furchtlose und monumentale, linke Strassen-Protest-Aktions-Kunst“.

Weiterlesen bei VICE…

Dissertation eingereicht

In allen Städten begegnen uns Werke, die dort unkontrolliert und unentgeltlich angebracht wurden. Künstlerinnen und Künstler gestalten das Stadtbild aus eigenem Antrieb und überraschen mit ihren Bildern, Texten und Aktionen nichts ahnende Passanten. Von einigen berühmten Ausnahmen abgesehen, sind die meisten Urheber nicht zu identifizieren und auch ihre Werke verschwinden oft ebenso plötzlich, wie sie aufgetaucht sind. Was ist da passiert und geschieht täglich um uns von Neuem?

Diese Frage ist Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit; ihr Kernstück ist ein öffentliches Forschungsprojekt, das 2010 gemeinsam mit einer Ausstellung und einer Veranstaltungsreihe in Zürich stattgefunden hat.  Die Dissertation ist in zwei Teile gegliedert: I. Das Phänomen Urban Art befasst sich mit Urban Art im Allgemeinen, II. Ein Quadratkilometer Kunst konzentriert sich auf eine spezifische Untersuchung des Langstrassenquartiers in Zürich.

Siehe auch:
urbanartsurveillance.net
Fotos zu UAS auf flickr

Bozzetto: Ästhetische Anschläge

Bozzetto – Zeitschrift für Kunst und Kultur
Ausgabe 01: Stadt(t)räume, September 2011

Grau, hart und lebendig: Die Stadt ist standhafte Leinwand für das Werk, mit dem sie sich schmückt. Längst konnten sich Graffiti und andere künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum vom negativ geprägten Bild der willkürlichen Schmiererei und des Vandalismus. Durch ihren Standort im urbanen Gelände stellt die Urban Art eine Verknüpfung von Kunst und Alltag her. Den speziellen Bedingungen ihrer Produktion und Wirkung und der Faszination des Stadtraumes als Kunstraum trägt der Text Ästhetische Anschläge von Rémi Jaccard Rechnung.

Urban-Art im Langstrassenquartier

Donnerstag, 29.09.2011 | 20.00-21.30 Uhr  
Urban-Art im Langstrassenquartier | Vortrag von Rémi Jaccard
Rosengarten  Kalkbreitestrasse 2, 8003 Zürich
Urban-Art ist überall in Zürich präsent und findet immer mehr Eingang in die öffentliche Wahrnehmung. Der Kunstwissenschafter Rémi Jaccard präsentiert Funde und Gedanken.
Als Liebhaber, Kunstwissenschafter und Kurator beschäftigt sich Rémi Jaccard intensiv mit Urban-Art: Graffiti und Schablonenbilder, Tags, Sticker und Plakate, Installationen. Er hat Werke im öffentlichen Raum in Zürich und besonders im Langstrassenquartier dokumentiert. Seine Funde wird er uns im Bild zeigen, und seine Erkenntnisse im Gespräch präsentieren.
Zugleich sind alle praktizierenden Urban-Art-Künstlerinnen und -Künstler eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und ihre eigene Sicht einzubringen.

WEITERE ANLÄSSE

12. März 2011 – KUNSTHAUSNACHT „URBAN ART“


Kunsthaus Fassade am 12. März 2011 (Bild: D. Fanconi)

Subversive Graffiti, originelle Street Art und kuratierte Kunst im öffentlichen Raum.

Diesmal dreht sich im Kunsthaus Zürich alles um urbane Kunst – von der legalen Aktion bis zum illegalen Vandalismus. Mit Live-Painting, Graffiti-Dokumentation, Sprayer-Film, Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe KiöR sowie Führungen zu Werken von Ingo Giezendanner, Pipilotti Rist, Andy Warhol, George Segal uvam.

Podiumsdiskussion: Von der legalen Aktion bis zum illegalen Vandalismus (20:30h)

mit Christoph Doswald, Mirjam Varadinis, Philipp Meier, Rémi Jaccard, Mickry 3, Martial Balbinot, Ginger Zalaba

__

4. – 23. März 2011 – FÜR E SCHÖNS ZÜRI

Cabaret Voltaire, Foto: G. Domeisen

Streetart Ausstellung von Gabriela Domeisen, im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse Zürich

„ Die Graffitientfernung Schöns Züri ist spezialisiert auf alles, was mit Farbe tun hat,“ heisst es auf ihrer Homepage. Vor allem ist Schöns Züri aber daraufspezialisiert, wie man unerwünschte Farbe wieder überdecken kann: Diese Unternehmung der Stadt Zürich bemüht sich um die konsequente Entfernungvon Schmierereien und Plakaten. Mit ihren Kontrollgängen und Reinigungstrupps versucht sie, den Wildwuchs illegitimer Äusserungen im öffentlichen Raumeinzudämmen. Im ständigen Wettstreit mit Sprayern, Street Artists, Plakatierernund Propagandisten wird der Stadtkörper gereinigt und die Wiederherstellung der Ordnung angestrebt – so dass die gereinigten Fassaden niemanden mehr ablenken und die Bürgerinnen und Passanten keine Irritation in der Routine ihrer täglichen Erledigungen erfahren. Oder gar Nachahmungstäter angesichts der unreglementierten Zeichen und Bilder angestachelt werden…

Doch was wird damit zum Verschwinden gebracht? Mit wachem Blick und geschultem Auge durchquert die Fotografin Gabriela Domeisen die Stadt und hält dabei die vergänglichen Kunstwerke fest, die unsere Strassen zieren. Graffiti und Schablonenbilder, Tags, Sticker und Plakate, diewomöglich schon lange wieder verschwunden sind, dokumentiert und inszeniert sie mit ihren Fotografien. Mit grossem Engagement begleitet sie seit Jahren die Zürcher Szene und teilt im Cabaret Voltaire ihre Trouvaillen mit uns: Für e Schöns Züri illustriert Domeisens Passion für die Fotografie und ihre Faszination für Kunstwerke im öffentlichen Raum, die zwar oft ohne Bewilligung entstehen, aber gerade dadurch zum Ausdruck eines unbändigen Gestaltungswillens werden. Die Ausstellung ist ein Plädoyer für einen anderen Umgang mit den verschlungenen Buchstaben, den fantastischen Figuren und ironischenKommentaren in Zürichs Stadtbild.

Als zusätzliches Highlight  gestalten bekannte Zürcher Street Artists wie SoupC-Lineicon73blamblamblamSilisEyes27,ätr etc. den Ausstellungsraum. Ihre Originalwerke demonstrieren eindrücklich, was alles aktuell FÜR E SCHÖNS ZÜRI geleistet wird: Mit Graffiti, Stencils, Stickerbombing, Paste-Ups bis hin zum Guerrilla Gardening überraschen die Künstlerinnen und Aktivisten uns mit ihrer blühenden Fantasie!

Rémi Jaccard, Februar 2011

__

10. Februar  – 7. März 2011 – URBAN ART STUDIO GOES LANGSTRASSE

Urban Art Culture: Art/Music/Fashion/Design, Langstrasse Zürich

23. Februar, 20h: Urban Art Surveillance / Rémi Jaccard – Reflexionen zur Qualität von Urban Art